Extraschicht 2024, eine Nacht im “Pott”

Am ersten Juni 2024 war im Ruhrgebiet wieder “Extraschicht”, an vielen Orten fanden sehr verschiedene künstlerische Darbietungen statt. Ich habe mir ein Ticket besorgt und muss mir zuerst einen Überblick verschaffen, wie ich einen möglichst einfachen Rundkurs zu vielen interesanten Orten in der Zeit von 18 bis 2 Uhr am Sonntag hinkriege. Bald habe ich mir das gesamte Programm angesehen und meine Route steht.

Der Start liegt in Mülheim. Im Müga Park ist die “Schwimm City” aufgebaut, eine Interpretation des Freibads mit Liegewiese, Kofferradio und kühlen Getränken. Die runde Open Air Live Bühne ist mit blauer Folie ausgelegt und stellt das Becken für die hier erfundene Sportart des “Unterwasser-Rugby ohne Wasser” dar, zwei Mannschaften bewegen sich im Zeitlupentempo über diese Bühne und stellen ein Unterwasserrugby Spiel dar. Direkt daneben nehme ich an einer Führung durch den ehemaligen Ringlokschuppen teil, in dem einst Lokomotiven nebeneinander geparkt waren und der heute, nach Wiederaufbau der Ruine einen Standort für Theater, Konzerte und Kabarett mit drei Bühnen darstellt, so von der Eisenbahnruine zum Kulturtempel!

Die nächste Station ist das Aquarius Wassermuseum, ein früherer Wasserturm, der das Wasser der Ruhr als Trinkwasser vorhielt. Heute ein Museum der Gewinnung und Verwendung des Ruhrwassers, von dessen Aussichtsbalkon man eine phantastische Aussicht über einen großen Teil des Ruhrgebiets geniessen kann.

In Bottrop ist in einer stillgelegten Kläranlage der Bernepark entstanden, indem das Klärbecken zu einem “Theater der Pflanzen” wurde, umfangreich bepflanzt, nutzen die Artist:innen von “Flying Street Art” den drehbaren Arm der Anlage, die “Räumerbrücke” zur Vorführung vollkommen neuer Aspekte der Akrobatik, in der Dunkelheit durch gezielte Beleuchtung geheimnisvoll akzentuiert.

Ungefähr um Mitternacht erreiche ich die letzte Station, Zollverein. Oder besser: das “Unesco Weltkulturerbe Zeche Zollverein”. Neben zahlreichen Führungen durch die Anlagen ist vor dem Hauptgebäude eine Wiese mit mannshohen aufblasbaren Blumen angelegt, durch die “Dundu”, eine bestimmt 4 Meter große strahlende Puppe wandert, durch Stäbe bewegt von 3 Männern. Das Hauptgebäude ist stimmungsvoll mit künstlerischen Bildern angeleuchtet, wodurch eine eigenartig zauberhafte Athmosphäre entsteht.

Voller künstlerischer und märchenhafter Eindrücke trete ich gegen Ein Uhr die Heimreise an – ganz sicher: “bis zum nächsten Jahr!”


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